degrowth auf deutsch

degrowth postwachstum

DeGrowth verbreitet  sich auch in Deutschland als BewegungsBegriff für Nachhaltigkeit und  PostWachstum.  Mit der Oekonomie  Professorin Maja Göpel hat das Land der Grünen eine  Raworth&Nickel  kombinierende Ueberfrau und Videostar. Ihr Bestseller wurde selten breit gelobt (siehe unten).


Viel Info und Artkel zum Thema gibt es auch beim degrowth webportal:

Degrowth-Webportal.  Hier gibt es Informationen rund um das Thema Degrowth: Antworten auf die Frage “Was ist degrowth?”, Neuigkeiten zu aktuellen Projekten und Informationen zu den internationalen Degrowth-Konferenzen. Das Webportal beherbergt außerdem die Degrowth-Mediathek mit Audio-, Video- und Textmaterialien, einen Blog mit internationalen Artikeln zum Thema sowie einen Veranstaltungskalender.


degrowth_postwachstum_zur_einfuhrung_jun.pdf  2019  Degrowth/Postwachstum – zur Einführung  –  Matthias Schmelzer/Andrea Vetter

Warum ist Wirtschaftswachstum, selbst »grünes Wachstum«, ökologisch nicht nachhaltig? Wie können Gesellschaften gedacht werden, in denen mit weniger Rohstoffverbrauch ein gutes Leben für alle Menschen erreicht wird? Sind die Volkswirtschaften in Ländern des globalen Nordens zu groß? Wie können die Grundstrukturen moderner Gesellschaften so verändert werden, dass sie ohne Wirtschaftswachstum stabil sind? Ist weiteres Wirtschaftswachstum in reichen Ländern überhaupt wünschenswert? Und was bedeuten diese Fragen für unsere Vorstellungen eines guten Lebens?

Unter dem Stichwort »Degrowth« oder »Postwachstum« hat sich seit 2008 ein neues internationales Feld der Debatte und Forschung etabliert, das sich mit diesen Fragen beschäftigt. Seither sind hunderte Artikel und eine Vielzahl an Themenheften und Sammelbänden publiziert worden. Als wissenschaftliches Feld weist Postwachstum einige Besonderheiten auf. Wissenschaftliche und gesellschaftspolitische Debatten sind in diesem Feld eng verzahnt, wissenschaftliche Beiträge beziehen sich direkt auf gesellschaftspolitische Kontroversen. Daher zeichnen sich auch die großen internationalen Degrowth-Konferenzen, bei denen seit 2008 alle zwei Jahre der Stand der Debatte sichtbar wird, durch starke aktivistische Elemente und eine enge Verbindung zu sozialen Bewegungen und konkreten Projekten aus.

Die wissenschaftliche Diskussion selbst ist darüber sehr interdisziplinär ausgerichtet – wichtige Argumente und Debatten kommen neben vielen anderen Disziplinen aus der Ökonomik, den Umwelt-, aber auch den So zial- und Geisteswissenschaften. Das französische »Décroissance«, mit dem die Debatte eröffnet wurde, ist wie die Übersetzungsversuche »Degrowth« oder »Postwachstum« aber auch ein provokanter politischer Slogan. Er stellt die Selbstverständlichkeit von Wachstum als politischem Ziel infrage und macht Vorschläge für theoretische und praktische Alternativen.

Postwachstum führt dabei vielfältige und teils widersprüchliche Strömungen und Positionen zusammen. Es ist ein begrifflicher Rahmen, der in den letzten Jahren wesentlich dazu beigetragen hat, Nachhaltigkeits- und Entwicklungsdiskussionen zu politisieren sowie wachstums- und technikfokussierte Zukunftsnarrative zu hinterfragen, die Suche nach grundlegenden und systemischen Alternativen zu stärken und vielfältige Akteure aus sozialen Bewegungen und alternativ-ökonomischen Strömungen zusammenzuführen.

In diesem Band wagen wir erstmals den Versuch einer systematischen Einführung in dieses dynamische Feld. Es ist eine Ein führung in die inter- und transdisziplinäre wissenschaftliche De batte um Wachstumskritik, Postwachstum und Degrowth, die aufgrund der Besonderheit des Feldes jedoch nicht von der da mit zusammenhängenden politischen Debatte zu trennen ist. Das bekannteste internationale Einführungswerk zu Degrowth, das 2016 erschienene Degrowth-Handbuch, ist durch seinen Charakter einer Sammlung unverbundener Einzeleinträge keine systematische Einführung, sondern ein vielschichtiger und lexikonartiger Einblick in laufende Kontroversen (D’Alisa et al. 2016) …

Postwachstum bzw. Degrowth – so unsere Argumentation – ist zum einen eine grundlegende Kritik an der Hegemonie des Wirtschaftswachstums, in der sich auf produktive Art und Weise unterschiedliche Stränge der Wachstums- und Gesellschaftskritik verbinden. Andererseits ist Postwachstum ein Vorschlag – eine Vision oder Utopie – für eine andere Gesellschaft und die systemische Transformation, die diese voraussetzt. Dabei machen wir insbesondere die historische Einbettung von Wirtschaftswachstum als auch Wachstumskritik deutlich. Explizit betonen wir auch die enge Verbindung zwischen Postwachstumsdiskussionen und marxistischen und ökofeministischen Debatten, die in anderen Überblicken verschwiegen oder unzureichend beleuchtet werden.

Und wir verzahnen die wissenschaftliche mitder bewegungspolitischen Diskussion. Durch verschiedene Systematisierungen – mit Blick auf Stränge und Traditionen der Wachstumskritik, politisch-strategische Strömungen des Postwachstumsspektrums, Zieldimensionen von Postwachstum, Vorschläge für eine Postwachstumsgesellschaft und in Bezug auf Ansätze für die Transformation – hoffen wir, dazu beitragen zu können, die Diskussion als ganze besser miteinander zu verschränken und so voranzubringen. Wir denken, dass es für ein gründliches Verständnis von Degrowth oder Postwachstum unabdingbar ist, diese verschiedenen Traditionsstränge und Strömungen im Blick zu behalten, um einerseits zu einer eigenen Position im Diskurs zu finden und andererseits der Gefahr verkürzter Wachstumskritik zu entgehen. Die Besonderheit der Postwachstumsdiskussion ist es, soziale, kulturelle und ökologische Fragen zusammenzudenken und auf diese Weise zu neuen Gesellschaftsvorstellungen zu kommen, die Antworten auf die drängenden Fragen des 21. Jahrhunderts geben könnten.

Im Folgenden werden wir in dieser Einleitung nach einer kurzen Begriffsklärung zunächst ausführen, was Postwachstum einerseits als Kritik und andererseits als Vision und Transformation bedeutet. Dabei umreißen wir einige der zentralen Argumente dieses Buches. Danach geben wir einen kurzen Überblick über die aktuellen Forschungen zu Postwachstum und Degrowth und skizzieren abschließend die Entwicklung der Postwachstumsdebatte und -bewegung.

Degrowth_PDF hier lesen oder runterladen


Maja Göpel  – Unsere Welt neu denken – Eine Einladung

Unsere Welt neu denken: Eine Einladung (German Edition) by [Maja Göpel]

Rezensionen
amazon reinschauen und Rezensionen

“Maja Göpel’s   Buch  ist der gelungene Versuch, Menschheitsgeschichte von der Evolution des Homo sapiens bis zu Greta Thunberg, ökonomische Theorie von Adam Smith bis Thomas Piketty, Umweltforschung und Systemkritik auf knappem Raum in eine kurzweilige Lektüre zu verpacken – und das macht sie gut.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Jessica von Blazekovic, 14.04.2020


„Nach so viel aus postfaktischem Schwindel geborenen Schwachsinn ist dieses besonnen argumentierende Buch der Ökonomin Maja Göpel für eine Reform unseres Wirtschaftssystems eine wahnsinnig wohltuende Lektüre. (…) Maja Göpels angenehm unaufgeregt geschriebenes Buch hilft, diese neue Realität zu verstehen.“

ARD, Druckfrisch, Denis Scheck, 24.05.2020


“Ein mitreißender Entwurf für radikale Reformen zur Rettung des Planeten.”

EMMA, Andreas Bochers, 30.04.2020


“Irgendwann wurden die zentralen Ideen der englischen Vordenker aus dem Kontext gelöst und zu „vermeintlich universellen Gesetzmäßigkeiten der Ökonomie hochstilisiert“, so Göpels These. Die Gesetzmäßigkeiten dieser „Scheinwelt“ zu durchschauen und zu hinterfragen, darin besteht die Einladung Göpels. Wie eine geduldige Lehrerin versucht sie, die Leser von Kapitel zu Kapitel zu lotsen: mit Wiederholungen („Sie erinnern sich…“) und Zwischenfragen („Wie klingt das für Sie?“) sowie eingängigen Beispielen, anhand derer die Probleme der neoliberalen Welt schnell offensichtlich werden. Ein großes Plus ist in dem Zusammenhang der Verzicht auf die in solchen Büchern eigentlich unvermeidliche Zahlenflut.”

Süddeutsche Zeitung, Robert Probst, 23.03.2020


Maja Göpel videos

“Ein bisschen weniger schnell Richtung rot fahren reicht nicht mehr. Die nächsten 10 Jahre müssen wir die CO2 Emissionen halbieren. Diese Nachhaltigkeitstransformation braucht Innovationskraft und immer wieder den Impuls „das schaffen wir doch“. Dazu gehört ein positives Leitbild. Wie sieht die Landnutzung der Zukunft aus? Wir müssen aber auch prüfen ob wir unsere Ziele erreichen. Hier fehlt bislang ein Managementprozess, sagt Prof. Dr. Maja Göpel in ihrer Keynote. Sie ist Generalsekretärin des Wissenschaftlichen Beirates der Bundesregierung „Globale Umweltfragen“. Wenn wir weiter verlässlich wirtschaften wollen und auch Landwirtschaft betreiben, dann müssen wir unser Ökosystem stabilisieren. Dafür braucht es neue Anreize. Aber auch die Frage: Wovon möchten wir uns als Zivilisation verabschieden? Wir sollten auch von Pionieren lernen, von Vorreitern in Sachen Nachhaltigkeit und herausfinden, was sie brauchen, um aus der Nische heraus zu kommen.”


 

“Das Buch Zukunft für alle – Eine Vision für 2048 wurde als Diskussionsaufschlag für den Zukunft Für Alle Kongress entwickelt. Diese Vision ist in den Jahren 2019 und 2020 durch eine produktive Zusammenarbeit des Konzeptwerk Neue Ökonomie mit vielen Partner*innen entstanden.

Ausgangspunkt für das Projekt war die Suche nach Antworten auf die Fragen: Wie wollen wir leben? Und wie kommen wir dahin? Diese Fragen konn­ten und wollten wir nicht alleine beantworten. So sind wir gemeinsam mit ­Menschen aus Zivilgesellschaft, sozialen Bewe­gungen und Wissenschaft, die zu unterschiedlichen Themen arbeiten und konkrete Ideen entwickelt, in verschiedenen Zukunftswerkstätten zusammengekommen. Das Ergebnis findet ihr in diesem Buch.”

hier die PDF version lesen oder runterladen


degrowth.info   Elmar Altvater

” „Wer von der Akkumulation des Kapitals nicht reden will, soll zum Wachstum schweigen,“ so einer der vielen prägenden Sätze des Politikwissenschaftlers Elmar Altvater  …  “Schon sehr früh betonte er, dass der Kapitalismus nicht als eine allein nationalstaatlich bestimmte Größe, sondern als Weltmarktzusammenhang zu untersuchen sei. Was heutzutage nach vielen Debatten über Globalisierung durchaus vertraut klingt, war es Anfang der 1970er Jahre keineswegs.” Die von ihm eingebrachten globalen Perspektiven und seine Analysen der Globalisierungsprozesse waren theoretisches Rüstzeug für die globalisierungskritische Bewegung, in der Elmar seit den 1980er Jahren auf für eine Entschuldung der Länder des Südens und gegen Investitionsschutzabkommen stritt. Als sein Hauptwerk, das er gemeinsam mit Birgit Mahnkopf verfasste, kann das weit rezipierte Werk “Grenzen der Globalisierung. Ökonomie, Ökologie und Politik in der Weltgesellschaft” von 1996 gelten. Innovativ war auch das von beiden verfasste Buch “Globalisierung der Unsicherheit – Arbeit im Schatten, schmutziges Geld und informelle Politik”, das für die Kritik der politischen Ökonomie Neuland betrat. In dem Buch “Konkurrenz für das Empire: die Zukunft der Europäischen Union in der globalisierten Welt” von 2007 weisen Altvater und Mahnkopf sehr früh auf die Strategie der EU hin, über Freihandelsverträge mit dem Süden ihre wirtschaftliche Macht auszubauen. Die Kritik der Freihandelspolitik wurde mit TTIP dann allgemein und zu einer der größeren sozialen Bewegungen der Bundesrepublik.”     den ganzen Artikel hier lesen


researchgate.net – pdf  2017   Imperiale Lebensweise. Zur Ausbeutung von Mensch und Natur im globalen Kapitalismus    Ulrich Brand, Markus Wissen

An den Grenzen einer Lebensweise 9
Multiple Krise und sozial-ökologische Transformation 21
Der Begriff der imperialen Lebensweise 43
Die historische Entstehung der imperialen Lebensweise 69
Die globale Verallgemeinerung und Vertiefung der imperialen Lebensweise 95
Imperiale Automobilität 125
Falsche Alternativen. Von der grünen Ökonomie zum grünen Kapitalismus? 147
Konturen einer solidarischen Lebensweise 165


oeko sozial oekonomie  


„Plurale Ökonomik für alle!“

DeGrowth GaiaMoney English Post


 

GaiaMoney YouTube

 

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