Digitales Zentral Bank Geld : Geld zwischen Schleier und Tabu (1)

Hat TheEconomist den endogenen Motor des Kapitalismus enthüllt?

Eher nicht. Eher 101=404. Der klassische Fehler wird nicht gefunden. Man man mag die orthodoxe “Savings&Loans” Spar-Brille nicht absetzen. Trotzdem lohnt sich die Lektüre. Die Staats-Digital-Währung kommt. So oder so.

 

Im AngloMainstream wird jetzt öfter von digitalem Zentralbankgeld gereded. Schon wieder ein “China First” kommt auch bei Biden nicht gut an.

Im deutschsprachigen Mainstream scheint das Thema auch aufzutauchen. “Angst vor dem digitalen Euro?” fragte kürzlich die SD.

Als Zusammenfassende Einführung in die Brave New World of CBDC’s ist TheEconomist’s Spezialreport sehr zu empfehlen. Der Leitartikel ist eine gute Kostprobe. Sie finden den Leitartikel unten auf dieser Seite mit einer Deutsch-Englischen Sammlung interessanter Artikel zum Thema digitales Zentralbankgeld (CBDC); wie sie entwickelt und umgesetzt werden, wie ihre relativen Vorzüge und Chance zu bewerten sind und was die Finanz- , Währungs- und geopolitischen Auswirkungen sein könnten. Anders als die meisten Fachartikel reserchiert TheEconomist’s Spezialreport weit und breit.

Was fehlt ist die Tiefe des Geldes als Geldschöpfung. CBDC bedeutet zwar nicht Geldreform, aber CBDCs drohen das Geldsystem fundamental umzuformen. So oder So. Das macht auch TheEconomist klar.

Weniger klarsichtig ist die Thematisierung der Geldschöpfung. TheEconomist’s Enschleierung enthüllt vor allem die Absurdität der orthodoxen Geldneutralität. Geld ist nicht neutral. Geld ist Politik. Deshalb stelle ich das digitale Zentralbankgeld auch erst mal kurz in den Kontext der Geldreformer.

CBDCs kommen vielformig und machen alles Mögliche möglich. Und, wie Geldreformer Joseph Huber erklärt: Das ist Vollgeld. Wenn auch nur als Komplementärwährung gedacht. Nur ergänzend und eingeschränkt. Aber immerhin.

Immerhin Vollgeld

Den Vollgeldreformern dürften CBDCs willkommen sein. Privatmenschen bekommen womöglich Zentralbankkonten. Das öffnet eine Tür in den Saal der Demokratisierung der Geldschöpfung. So stellen Vollgeldreformer das allerdings meist nicht dar. In der Vollgeldwelt stellt man sich eher eine neuaufgestellte Zentralbankautorität oder sogar 4. Staatsgewalt vor.

CBDC bedeuten zwar nicht Geldreform, wohl aber eine Re-Formierung des Geldsystems. So mag Geld doch noch zum politischen Mainstream Thema werden. Das gelang selbst post 2009 den Vollgeldreformern nicht. Trotz einer slicken Werbekampangne, heterodoxen Akademikern, libertinärer Unterstützung von rechts und links und sogar Martin Wolf, konnte “Positive Money” sich nicht in den Mainstream schiffen.

LicenceKiller

Schweizer Direktdemokraten diskutierten allerdings eine Vollgeldinitiative und gewannen am Ende mehrheitlich den Eindruck man wolle viele diverse Banken auf eine ZentralBank reduzieren. Und etwas verschwommen trifft das ja auch das Problem der Vollgeldreformer: wenn nicht die Banken, wer kontrolliert dann die Geldschöpfung? Eine 4. Staatsgewalt klingt erstmal sehr zentralistisch.

Was offiziell selten erwogen wird ist Zentrales Neugeld direkt and die Bevölkerung zu buchen. Direkte Finanzierung wird de facto praktiziert, verschleiert sich aber als Tabu. So wie die Schuldlosigkeit des Zentralbankgeldes. Schuldfreie Überweisungen ans Volk klingen weiterhin zu gut um wahr sein zu dürfen.

Marktgeldreformer wie die Bitcoiner sehen CBDCs mit gemischten Gefühlen entgegen. Es legitimiert die fintech Digitalisierung aber droht sie zu überwaeltigen mit monopolistischer Marktmacht.

Wie Geldforscher Nigel Dodd erklärt geht es Geldreformern um Disintermediation: Entweder Banksystem oder Staat auskoppeln. Oder, wie bitcoin, gleich beide.

Historisch gesehen beinhalten Vorschläge zur Reform des Geldsystems typischerweise zwei Arten der Disintermediation von Geld: von Banken und vom Staat. Manche zielen nur auf eines davon ab“, zum Beispiel die Idee von „100 Prozent Geld“ (in jüngerer Zeit wiederholt – unter anderem – die Positive Money-Kampagne in Großbritannien, Gode Penge in Dänemark, Fair Money in Australien und Betra Peningakerfi in Island) folgten dem Chicago-Plan, der zuerst von Frederick Soddy in den 1920er Jahren konzipiert und anschließend von Irving Fisher und Henry Simons in der Zeit nach der Weltwirtschaftskrise befürwortet wurde, den Banken das Recht zur Geldproduktion wegzunehmen, während Hayeks Vorschläge zur Entstaatlichung des Geldes (wie in jüngerer Zeit durch verschiedene Vorschläge für „Geldfreiheit“ oder „freies Marktgeld“) mit dem Ziel, die Geldproduktion vom Staat abzukoppeln.

gaiageld.com/monetary-reform/Nigel Dodd/

Bitcoin versucht die doppelte Disintermediation von Banken und Staaten. Gold glänzt da als historisches Vorbild. Ein relativ stabiler Wert jenseits von Staat und Bank. Aber der Wert macht Gold nicht zu Geld. Dazu braucht es Staaten und Banken. Bitcoin und ihre crypto-copycats lesen sich wie eine anarcho-libertäre Re-Inszenierung der tausendejährigen Goldgeschichte. Remastered digitally at nano speed. And why not? Bitcoin mag sich als ein komplementierender, angeblich anti-zyklischer Wertaufbewahrer etablieren. Gold better than gold. Aber um den nationalökonomischen Nexus als Nomos herauszufordern, hätte bitcoin mindestens ein ebenso geschwindes payment system gebraucht.

Ähnlich wie die orthodoxe Ökonomie versucht bitcoin Geld zu neutralisieren. So fehlt bitcoin nicht nur ein schnelles Zahlsystem sondern auch noch dasselbe was der orthodoxen Wirtschaftswissenschaft fehlt: Geld als Geschichte. Geld als Sozialsystem. Geld als Dynamik zwischen Ermächtigung und (Ohn)Macht.

CBDC ist die defensive Reaktion des Zentrums auf die diversen de-zentralisierten Markttriebe der Digitalisierung. Man ist unter Druck weniger von Cryptocoins als von E-Plattformen wie facebook. Selbst harte Hayekians zögern wenn es zur vollen Privatisierung der Geldproduktion kommt. Es könnte etwas zu bunt werden wenn Facebook Diems, Amazon Primes, paypal-dimes and Googlegigs mit den Greenbacks konkurrieren.

If you can’t beat them you better join them. Doch Digitalwährungen machen wiegesagt alles Mögliche möglich. CBDC or no CBDC. Da muss man aufpassen wenn man beauftragt ist den monetären StatusQuo zu bewahren.

Die orthodoxe Hochburg der Bundesbank und folgsam vorsichtige EZB versuchen deshalb Euro-CBDCs als extra bescheidene Komplementärwährung abzubuchen. Doch gerade mit Euro-CBDC könnte vieles etwas anders als geplant ablaufen. US Banken sehen schon längst rot und erzählen bereitwillig von den riskanten Risiken.

TheEconomist nennt digitale Staatswährungen treffend Govcoins. Es mag technisch Zentralbankgeld heissen, ist aber wie Bargeld eher Staatsgeld, somit potentielles Regierungsgeld, sogar Volksgeld. CBDCs sind so offensichtlich politisch, es wird nicht einfach sein, dass mit technokratischem Finanzlingo verlässlich zu verschleiern.

 

Im 2.Teil dieser CBDC SerienPost bewundere ich TheEconomist’s Entschleierung der Geldschöpfung und frage warum ausgerechnet den Wirtschaftswissenschaften das Geld fehlt?

Just follow the money…


articles, references + updates here

on CBDCs, monetary politics and digital currencies, deutsch + english

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Deutsche Artikel DigitalesZentralBankGeld CBDC (neueste unten )


netzpolitik.org 2019 Der Wettlauf um eine offene globale Zahlungsinfrastruktur – Ein von Facebook angeführtes Konsortium entwickelt mit Libra eine neue Kryptowährung, die bald weltweit Standards setzen könnte. Libra stößt eine in Europa längst überfällige Debatte an. von Franz v. Weizsäcker, Uta Meier-Hahn, Lars Wannemacher


wirtschaftsdienst.eu 2019 Digitales Zentralbankgeld als neues Instrument der Geldpolitik – Von Andreas Hanl, Jochen Michaelis

… “Die Grundidee des digitalen Zentralbankgelds ist denkbar einfach: Private Haushalte und Unternehmen erhalten einen direkten Zugang zur Zentralbankbilanz, indem sie bei der Zentralbank ein Konto eröffnen und Einlagen bilden können. Die Idee des „Kontos für Jedermann bei der Zentralbank“ ist nicht neu, sie findet sich zum Beispiel bei Tobin.”…


bis.org PDF 2020 Central bank digital currencies: foundational principles and core features -by BIS Basel 


vollgeld.page/JosehHuber2 2020 Der Aufstieg des digitalen Vollgelds der Zentralbanken (CBDC)
Dies ist der zweite Teil des Entwurfs einer Theorie dominanten Geldes. Er behandelt den gegenwärtig einsetzenden vierten Tidenwechsel in der Zusammensetzung des Geldangebots in moderner Zeit. Das heute noch alles dominierende Bankengeld (Giralgeld) kann die Probleme, die es im Zuge seiner Expansion geschaffen hat, aus eigenen Stücken nicht lösen. Im Interesse der Wiedergewinnung wirksamer Geldpolitik wird sich digitales Vollgeld der Zentralbanken (DV/CBDC) als kommendes dominantes Geld gegen andere Optionen durchsetzen.



oenb.at 9/2020 Bericht der EZB zum Thema „Digitaler Euro“ Martin Summer, Beat Weber

… “Ein digitaler Euro, also für alle zugängliches elektronisches Zentralbankgeld, wäre eine Innovation, die den Konsumentinnen und Konsumenten des Euroraums in einer zunehmend digitalisierten Welt ein sicheres digitales Zahlungsmittel zur Verfügung stellen würde. Ein digitaler Euro würde zusätzlich die strategische Autonomie für Europa im Bereich von digitalen Zahlungsmitteln stärken und die Abhängigkeit von internationalen elektronischen Zahlungsanbietern vermindern.”

springerprofessional.de 11/2020 Digitaler Euro rückt pandemiebedingt in den Fokus Angelika Breinich-Schilly

Die Corona-Pandemie hat eine Abkehr vieler Menschen vom Bargeld ausgelöst. Damit geht auch die Diskussion über die Notwendigkeit eines digitalen Euros in die nächste Runde. Ob dieser kommt, lässt der EZB-Rat noch offen. Doch Vor- und Nachteile werden gerade ausgelotet.


gleisslutz.com/de/ 12/2020 DIGITALES ZENTRALBANKGELD: VOM BITCOIN ZUM DIGITALEN EURO

“Mit ihrem Report zum digitalen Euro schürt die EZB die Debatte um die Digitalisierung des Geldes. Wie genau das Geld des 21. Jahrhunderts aussehen wird, ist allerdings noch nicht ausgemacht. Vielmehr ist gegenwärtig ein Innovationswettbewerb zwischen Zentralbanken, Tech-Unternehmen sowie (dezentralen) Kryptowährungen zu beobachten. Der Beitrag gibt einen Überblick über die aktuelle Debatte zur Einführung von digitalem Zentralbankgeld…

… Die Idee von allgemeinzugänglichen Zentralbankgeld ist nicht neu. Ihr stand bislang allerdings die Befürchtung entgegen, dass eine solche digitale Währung den Geschäftsbanksektor gefährden würde. Die Existenz einer CBDC würde nämlich in Konkurrenz zu den Dienstleistungen der Geschäftsbanken treten. Für den einzelnen Anleger könnte es attraktiver werden, seine Einlagen von seinem Geschäftskonto abzuziehen und sie risikolos in CBDCs zu überführen. Dieser Effekt würde nicht nur die Geschäftsbanken, sondern die gesamte Finanzwirtschaft betreffen. Denn ein Mangel an Einlagen würde sich auf die Kreditvergabemöglichkeiten der Geschäftsbanken auswirken.” … PDF hier


ecb.europa.eu 25/3/2021 Fabio Panetta, Ulrich Bindseil Die Möglichkeit einer Digitalisierung des Euro weckt hohe Erwartungen. Sie wirft aber auch Fragen auf. Bei der EZB nehmen wir die Sorgen der Menschen ernst und müssen darum auch mit Missverständnissen aufräumen. Gegenwärtig kursieren drei Irrtümer zum digitalen Euro: Erstens, dass die EZB beabsichtigt, das Bargeld abzuschaffen und im Anschluss aus geldpolitischen Gründen die Zinsen noch weiter in den negativen Bereich zu senken. Zweitens, dass ein digitaler Euro die Banken mit ihrem Einlagen- und Kreditgeschäft verdrängen würde. Drittens, dass dem digitalen Euro kein tragfähiges Geschäftsmodell zugrunde liegen würde.


it-finanzmagazin.de 19/4/2021 Die Strategie der EZB beim digitalen Euro CBDC Rudolf Linsenbath

“Im Vergleich zu den bisherigen Zahlverfahren und Werten soll der Bürger mit der CBDC neben Bargeld einen weiteren Zugang zu Zentralbankgeld erhalten. Die CBDC ist aber bewusst als Ergänzung geplant und soll Bargeld und die Einlagen bei den Geschäftsbanken nicht ersetzen. …

Die EZB will bewusst ein Nebeneinander von Zahlungsmitteln, da sie davon ausgeht, dass der private Sektor auch künftig innovativer sein wird. Daher gilt die Gestaltung einer Frontend-Infrastruktur gehört nicht zu den Aufgaben, die eine Zentralbank übernehmen soll. Auch darf eine CBDC nicht dazu führen, dass Einlagen aus den Bilanzen der Geschäftsbanken abgezogen werden. Im Prinzip soll die Zusammenarbeit mit den Geschäftsbanken beim digitalen Euro ähnlich wie beim Bargeld ablaufen. Die Bereitstellung erfolgt durch die Zentralbanken und die Verteilung übernehmen die beaufsichtigten Dienstleister.”


sueddeutsche.de   3/5/2021 Geld:Angst vor dem digitalen Euro?    Markus Zydra

“Die Einführung des neuen Bargelds durch die EZB rückt näher. Ob die Bürger dazu Vertrauen fassen, hängt davon ab, wie sehr die Privatsphäre geschützt bleibt.  ….  In unserem Finanzsystem gibt es nämlich zwei Arten von Geld – für das eine stehen die Geschäftsbanken gerade, für das andere die Zentralbanken: Geschäftsbanken, Sparkassen und Volksbanken schaffen Geld aus dem Nichts, beispielsweise durch die Vergabe eines Kredits, der auf dem Konto des Kunden gutgeschrieben wird. Das Entscheidende ist: Geschäftsbanken können pleitegehen, Zentralbanken nicht. … Zentralbankgeld … ist sicherer als das sogenannte Giralgeld der Geschäftsbanken. Erst wenn Menschen ihr Geld in bar am Bankomaten abheben, verwandeln sie dieses unsichere Bankengeld in sicheres Zentralbankgeld. Die Kernfrage lautet daher: Wird das digitale Bargeld genauso sicher, anonym und vertrauenswürdig ausschauen wie der gute alte Geldschein? Die Konsistenz des neuen Bargelds, die digitale Komponente, nährt den einen oder anderen Zweifel. ….”


handelsblatt.com 26/5/2021 EZB-Konzept fast fertig: So könnte der digitale Euro aussehen – Im Sommer will die EZB ihr neues Geldprojekt starten. Einige Eckpunkte des Konzepts zeichnen sich bereits ab. Jan Mallien, Frank Wiebe


manager-magazin.de 27/5/2021 EZB über Eckpunkte des E-Euro offenbar einig
Die Pläne für einen digitalen Euro nehmen Gestalt an. Der Name für die staatlich kontrollierte Digitalwährung steht angeblich schon fest. Nutzer sollen zudem keine Zinsen auf den E-Euro bekommen.

Den Zeitungsinformationen zufolge sollen Nutzer des Digital Euro für ihn keine Zinsen bekommen, auch sollen keine Minuszinsen anfallen. Für die Digitalwährung solle es konventionelle Konten unter Kontrolle der EZB geben. Vorgesehen sei auch, dass jeder Bürger nur eine Höchstsumme des Digital Euro in einer elektronischen Geldbörse (Wallet) speichern kann, um nicht zu stark in Konkurrenz mit herkömmlichen Geschäftsbanken zu stehen. Zur Diskussion stehe eine Summe von 3000 Euro. Die Wallets sollen von Banken oder anderen Finanzdienstleistern in Verbindung mit einem konventionellen Konto angeboten werden.


FrankfurterRundschau.de  13/6/2021  China hat neue staatliche Digitalwährung – mit deutlichen Vorteilen für die Regierung  von Fabian Kretschmer Eine neue staatliche Digital-Währung wird China nachhaltig verändern – die Bevölkerung kann künftig mit dem „e-Yuan“ noch umfassender überwacht werden. Um die neue Währung attraktiv zu machen, hat Chinas Regierung nun die Spendierhosen angezogen: Per virtueller Lotterie werden derzeit 40 Millionen Renminbi (umgerechnet rund fünf Millionen Euro) an die Bürgerinnen und Bürger verteilt. Ausgezahlt werden sie in Form des neuen „e-Yuan“, der weltweit ersten staatlichen Digitalwährung.


der-bank-blog.de 7/5/2021 Der Wettlauf um digitales Zentralbankgeld von DR. HANSJÖRG LEICHSENRING

… “Die Verteidigung nationaler Währungen gegen private Initiativen wie Facebooks Diem (Libra) ist ein Grund für die Zentralbanken, eigene digitale Währungen zu entwickeln. Die Motivation geht jedoch über die Souveränität hinaus. CBDCs könnten Banken dabei unterstützen, auf den Rückgang des Bargeldverbrauchs von Verbrauchern zu reagieren und die Nachfrage nach digitalen Zahlungsdiensten zu befriedigen, die sich während der Pandemie beschleunigt hat und weiter wächst. CBDCs könnten auch eine Plattform für Marktinnovationen bieten.”…


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english articles – CBDC, savings+loans


thenextrecession.wordpress.com 2012 Paul Krugman, Steve Keen and the mysticism of Keynesian economics

As promised, let me return to the debate within Keynesianism between Paul Krugman, Nobel prize winner and guru of orthodox Keynesianism and Steve Keen, the upstart radical ‘Minsky-Keynesian’, over what are the key processes of modern capitalism and the cause of the Great Recession.

Steve Keen has recently revised and expanded his excellent book, Debunking Economics and his attacks on mainstream economics, the nature of capitalist crisis and what to do about it provoked the great columnist of the New York Times and scourge of the Republicans, Paul Krugman, to respond.  Krugman wasted no time in dismissing Keen’s ideas in his daily blog as”mysticism”.  Keen responded sharply and then a long debate ensued with loads of other economists with their blogs entering the fray. You can follow the twists and turns in the debate here


papers.ssrn.com 2014 Loanable Funds vs. Endogenous Money: Krugman is Wrong, Keen is Right by Egmont Kakarot-Handtke

Abstract – In his recent article, Keen resumes the debate with Krugman about the effects of debt upon the economy. It is hard to see how the question can be settled as long as all participants apply their idiosyncratic models. Hence the issue boils down, as Krugman rightly put it, to the deeper question: “how should one do economics.” Sketched with a broad brush, the consensus is that Orthodoxy has failed and that Heterodoxy has no convincing alternative to offer. The conceptual consequence of the present paper is to restart from a firm common formal ground. This relocation makes the debate solvable.

Keywords: new framework of concepts, structure-centric, axiom set, consumption economy, debt, Profit Law, simulation, market clearing, budget balancing


marketoracle.co.uk  2014  Bank of England Lights A Fuse Under the Field of Economics By Raul I Meijer

“There will be many people who don’t care, there will be many more who don’t understand, and there will be boatloads who refuse to believe it’s true, but it still is. The Bank of England, in one single document, discredited, just at first count, 1) the majority of economics textbooks, 2) vast swaths of the entire field of economics, run as it is by economists educated by those same textbooks, 3) most governments’ economic policies, designed by these economists, 4) much of its own work, also designed by the same economists, 5) Paul Krugman and 6) the “committee” that hands Krugman and his ilk their Not-So-Nobel Prizes.”


diva-portal.org.pdf 2016 Legitimising and Delegitimising the Monetary System – Competing Portrayals of Fractional Reserve Banking in Knowledge Discourse by Ylva Lundkvist Fridh

This is a study of how knowledge producing actors, like professors of economics, ecological economics and investigators at public institutions, portray the monetary system in general and fractional reserve banking specifically. The methodology of Political Discourse Analysis, with focus on argumentation and legitimisation, is used to identify and compare how different actors portray the monetary system. The outcome shows that there exist competing knowledge discourses that are diametrically different in how they define keywords and describe the relation
between the monetary system, societal power relations and environmental impact. Some important concepts under academic debate include the origin of money, which actor (the state or commercial banks) controls the money supply and seigniorage (money issuer’s revenue), if private banks really are intermediaries and multiply central bank money, and if interest-bearing money is a cause of socioecological unsustainability. By critically analysing the moral norms
within knowledge discourses that otherwise might be naturalised as portraying ‘facts’ or ‘truth’, this thesis helps identify needs for further research – especially regarding how the financial system can be better adapted for socioecological sustainability.
Keywords: Fractional Reserve Banking, financial system, monetary system, monetary policy, banking policy, political legitimacy, strategic legitimisation, power relations, environmental impact, socioecological sustainability, knowledge discourse, hegemony.


worldfinance.com 2016 Cashing in on blockchain technology – The emergence of blockchain has breathed new life into the ideas of economists Adam Smith, David Ricardo and Milton Freidman, and could potentially trigger a revolution in central banking by Kim Darrah, David Clarke 

Not only is currency a different type of asset, it enters the economy in a different way. While central banks have control over the creation of physical currency, the amount of commercial bank money in the economy is determined by decisions made by the commercial banks. Banks inject fresh money into the economy each time they extend a new line of credit, and thus the quantity of commercial bank money in the economy depends on the willingness of banks to lend. Central banks, however, can only influence money supply indirectly, through monetary policy and regulation.

Individuals have been excluded from… hold[ing] such a digital currency, but this could change thanks to blockchain technology… The digital currency revolution could… eliminate commercial bank money altogether; leaving only paper cash and digital currency issued by the central bank …

A paper by the International Monetary Fund published in 2012, named The Chicago Plan Revisited, lent further support to the concept, claiming: “The Chicago Plan would indeed represent a highly desirable policy.” The paper further explains how an economy would look under such a plan: “Credit, especially socially useful credit that supports real physical investment activity, would continue to exist. What would cease to exist however is the proliferation of credit created, at the almost exclusive initiative of private institutions, for the sole purpose of creating an adequate money supply that can easily be created debt-free.”

Positive money argues such a scenario – in which central banks have control over money supply – could have far-reaching benefits, and be achieved through the means of a central bank digital currency. That said, Clarke explained they do not advocate implementing digital cash all at once: “We think the starting point is for the Bank of England to introduce a certain amount of digital cash. It could offset this over time by reducing the amount of bank-created money by raising reserve ratios. Under the system we propose, decisions about how much money is created – and when it is created – will be a matter for the monetary policy committee.”…


evonomics.com   2016  Economists Ignore One of Capitalism’s Biggest Problems. Banks Create Money out of Nothing. Banks don’t intermediate loans, they originate loans      by  Steve Keen

I like Joe Stiglitz, both professionally and personally. His Globalization and its Discontents was virtually the only work by a Nobel Laureate economist that I cited favourably in my Debunking Economics, because he had the courage to challenge the professional orthodoxy on the “Washington Consensus”. Far more than most in the economics mainstream—like Ken Rogoff for example—Joe is capable of thinking outside its box.

But Joe’s latest public contribution—“The Great Malaise Continues” on Project Syndicate—simply echoes the mainstream on a crucial point that explains why the US economy is at stall speed, which the mainstream simply doesn’t get.


voxeu.org 2017 Excess saving and low interest rates: Assessing theory and evidence from the Global Crisis
Peter Bofinger, Mathias Ries

There is a broad consensus that the global decline in real interest rates can be explained with a higher propensity to save, above all due to demographic reasons. This column argues that this view relies on a commodity theory of finance, which is inadequate for analysis of real world phenomena. In a monetary theory of finance, household saving does not release funds for investment, it simply redistributes existing funds. In addition, the column shows that at the global level, the gross household saving rate has declined since the 1980s, as well as net saving rates.


econstor.eu-PDF 2017 A Model of the Market for Bank Credit: The Case of Germany Peter Bofinger, Daniel Maas, Mathias Ries


positivemoney.org 2017 The results of a new poll of MPs reveal a worrying lack of understanding of the UK’s money and banking system across the House of Commons. The poll finds that only 15% of MPs are aware of how most money is created in the modern economy.

theguardian.com  2017  Our democracy is broken: here’s a utopian idea for fixing it   Zoe Williams
Pessimism reigns, but the introduction of citizens’ juries could help us to reconnect with politicians and fall back in love with politics

…”At the moment, give or take a bit of quantitative easing, all money is conjured into existence by private banks, 85% of it as loans on existing residential property. It’s a recipe for unaffordable housing and unmanageable private debt, but it’s also undemocratic: the creation of money, which is essentially the creation of debt, affects all of us. There is no reason to surrender it to private banks, whose interests tend not to be the public good and whose accountability is pretty patchy.

Opinion is divided as to the solution: the economist Ann Pettifor favours tighter regulation of banks. This could involve a social benefit duty, forcing banks to prove that any debt created contributes to a better future for us all – lending to new businesses; lending for skills; lending for new houses ahead of existing ones and such like. Fran Boait, head of Positive Money, favours sovereign money, created by the government after public deliberation. The sine qua non is that the citizen is invited into the process, and understands enough to make the invitation relevant. A survey, now two years old, found that only one in 10 MPs understood how money was created; currently, we can’t even be bothered to educate our own legislature.” …


voxeu.org  2019 Banks do not create money out of thin air Pontus Rendahl, Lukas B. Freund

…”This column explains that banks do not create money out of thin air. From an economic viewpoint, commercial banks create private money by transforming an illiquid asset (the borrower’s future ability to repay) into a liquid one (bank deposits)” …


steffenmurau.com  2020 Private Credit Money Accommodation  Steffen Murau

Private credit money accommodation is a theory on the long-run transformation of the modern credit money system. During financial upswings, new forms of private credit money emerge as “shadow money”. At the end of the boom, they implode in a systemic financial crisis. When the state steps in and guarantees them, they are “accommodated” into the public money supply. Public money today is accommodated private credit money of the past.

The theory of private credit money accommodation carves out a major driving force that explains the way in which the modern credit money system has changed its shape throughout the previous centuries. What we know as public money today is not so much “fiat money”, a token that has been turned into money ex nihilo through state power and a legal act. Rather, contemporary state money consists of debt instruments that historically emerged through private innovation, for a while existed as private “shadow money” next to established forms of commodity money or public credit money, and only later were accommodated during a financial crisis.


economist.com   11/2020  Why it is misleading to blame financial imbalances on a saving glut – New research calls for a careful distinction to be made between saving and financing flows

“In the second quarter of this year, America’s net national saving rate dipped below zero, as Stephen Roach of Yale University pointed out in the Financial Times last month. Lacking saving of its own, America instead borrowed “surplus saving from abroad”, he wrote. Its current-account deficit widened faster in the second quarter than ever before recorded.

This sort of reasoning is quite common, not least in these pages. But a number of economists, including Michael Kumhof of the Bank of England, Phurichai Rungcharoenkitkul of the Bank for International Settlements (bis) and Andrej Sokol of the European Central Bank, take strong issue with it. Echoing work by Claudio Borio and Piti Disyatat of the bis, they call for a careful distinction between flows of saving and flows of finance. The two are not the same. They need not even move together. The implication is that Mr Bernanke may have got things the wrong way around.

In everyday language, saving is the opposite of spending. The word evokes money accumulating in a bank account. And it is easy to imagine this money helping finance spending elsewhere. But in economics, saving is rather different. It is the opposite of consumption. By producing something that is not consumed, the economy is saving. Thus someone who spends all their earnings on home improvements is saving, however stretched they may seem, because a house is a durable asset, not a consumer trifle. Similarly a farmer who stores his harvest in a barn, rather than eating it, is saving—even if he never deposits money in a bank. …

In a world of gluts and deficits, who finances whom? The conventional answer is that countries with excess saving finance those with saving shortfalls. But this less conventional group of economists argues that the answer depends not on the geography of saving and investment but on that of banking and finance. …

For many people (including some economists), it is natural to think that saving must precede investment and that deposits must precede bank lending. It is therefore tempting to see saving as a source of funding and the prime mover in many macroeconomic developments. Mr Kumhof and his co-authors see things differently, giving banks a more active, autonomous role. They give less credit to saving and more to credit.”


analyticsinsight.net   11/6/2021  A NEW DIGITAL CURRENCY THAT CAN BE THE POTENTIAL CRYPTOCURRENCY KILLER      by Apoorva Komarraju 


the guardian.com  14/6/2021  The UK economy could be transformed by a central bank digital currency
Josh Ryan-Collins

The Bank of England’s consultation on public digital cash could represent the biggest shift in the monetary system for 200 years –  Last week, the Bank of England launched a consultation on a UK central bank digital currency (CBDC) and the regulation of private digital currencies, joining dozens of other central banks around the world who are investigating “digital cash” and some, like the Chinese, who are already trialling it.

Modern digital money that we use for everyday transactions on our credit cards and for online transactions has become increasingly important to the functioning of the economy, accounting for 97% of the circulating money supply. But unlike physical cash and coins, digital money is not created by the central bank or government but by commercial banks. When a bank makes a loan, it creates new, sterling-denominated electronic deposits in your bank account: money. The total “money supply” in the economy is determined by the rate of new loans issued to households and firms and the rate of repayment by those borrowers. …

With the abolition of the gold standard, bank money is no longer backed by anything physical. However, the central bank still has some influence over the money supply since commercial banks must settle payments using “reserves” that they hold in separate deposit accounts held at the central bank. Central banks try to affect the economy through changing the interest rate they charge on lending these reserves.

CBDC would allow households and firms, not just banks, to hold digital money directly at accounts with the central bank. The primary motivation of the Bank of England to examine CBDC appears to be the threat of non-bank digital currencies issued by unregulated entities outside central banks’ purview – the best known are the “crypto-assets” such as bitcoin.

But central banks are more worried about currencies issued by large corporations with billions of users and international reach such as the Diem currency, which is partly backed by Facebook, or redeemable platform tokens that large retail tech companies such as Amazon could issue, backed by the ability to spend on goods the platform sells. …” …


The Economist special reportleader article

“Technological change is upending finance. Bitcoin has gone from being an obsession of anarchists to a $1trn asset class that many fund managers insist belongs in any balanced portfolio. Swarms of digital day-traders have become a force on Wall Street. PayPal has 392m users, a sign that America is catching up with China’s digital-payments giants. Yet, as our special report explains, the least noticed disruption on the frontier between technology and finance may end up as the most revolutionary: the creation of government digital currencies, which typically aim to let people deposit funds directly with a central bank, bypassing conventional lenders.

These “govcoins” are a new incarnation of money. They promise to make finance work better but also to shift power from individuals to the state, alter geopolitics and change how capital is allocated. They are to be treated with optimism, and humility.

A decade or so ago, amid the wreckage of Lehman Brothers, Paul Volcker, a former head of the Federal Reserve, grumbled that banking’s last useful innovation was the ATM. Since the crisis, the industry has raised its game. Banks have modernised their creaking IT systems. Entrepreneurs have built an experimental world of “decentralised finance”, of which bitcoin is the most famous part and which contains a riot of tokens, databases and conduits that interact to varying degrees with traditional finance. Meanwhile, financial “platform” firms now have over 3bn customers who use e-wallets and payments apps. Alongside PayPal are other specialists such as Ant Group, Grab and Mercado Pago, established firms such as Visa, and Silicon Valley wannabes such as Facebook.

Government or central-bank digital currencies are the next step but they come with a twist, because they would centralise power in the state rather than spread it through networks or give it to private monopolies. The idea behind them is simple. Instead of holding an account with a retail bank, you would do so direct with a central bank through an interface resembling apps such as Alipay or Venmo. Rather than writing cheques or paying online with a card, you could use the central bank’s cheap plumbing. And your money would be guaranteed by the full faith of the state, not a fallible bank. Want to buy a pizza or help a broke sibling? No need to deal with Citigroup’s call centre or pay Mastercard’s fees: the Bank of England and the Fed are at your service.

One motivation for governments and central banks is a fear of losing control. Today central banks harness the banking system to amplify monetary policy. If payments, deposits and loans migrate from banks into privately run digital realms, central banks will struggle to manage the economic cycle and inject funds into the system during a crisis. Unsupervised private networks could become a Wild West of fraud and privacy abuses.

The other motivation is the promise of a better financial system. Ideally money provides a reliable store of value, a stable unit of account and an efficient means of payment. Today’s money gets mixed marks. Uninsured depositors can suffer if banks fail, bitcoin is not widely accepted and credit cards are expensive. Government e-currencies would score highly, since they are state-guaranteed and use a cheap, central payments hub. As a result, govcoins could cut the operating expenses of the global financial industry, which amount to over $350 a year for every person on Earth. …

It is this appeal, though, that creates dangers. Unconstrained, govcoins could fast become a dominant force in finance, particularly if network effects made it hard for people to opt out. They could destabilise banks, because if most people and firms stashed their cash at the central banks, lenders would have to find other sources of funding with which to back their loans.

If retail banks were sucked dry of funding, someone else would have to do the lending that fuels business creation. This raises the queasy prospect of bureaucrats influencing credit allocation. In a crisis, a digital stampede of savers to the central bank could cause bank runs.

Once ascendant, govcoins could become panopticons for the state to control citizens: think of instant e-fines for bad behaviour. They could alter geopolitics, too, by providing a conduit for cross-border payments and alternatives to the dollar, the world’s reserve currency and a linchpin of American influence. The greenback’s reign is based partly on America’s open capital markets and property rights, which China cannot rival. But it also relies on old payments systems, invoicing conventions and inertia—making it ripe for disruption. Small countries fear that, instead of using local money, people might switch to foreign e-currencies, causing chaos at home.

New money, new problems

Such a vast spectrum of opportunities and dangers is daunting. It is revealing that China’s autocrats, who value control above all else, are limiting the size of the e-yuan and clamping down on private platforms such as Ant. Open societies should also proceed cautiously by, say, capping digital-currency accounts.

Governments and financial firms need to prepare for a long-term shift in how money works, as momentous as the leap to metallic coins or payment cards. That means beefing up privacy laws, reforming how central banks are run and preparing retail banks for a more peripheral role. State digital currencies are the next great experiment in finance, and they promise to be a lot more consequential than the humble ATM.”

source: economist.com/leaders/2021/05/08/the-digital-currencies-that-matter


The Economist special report  letters to the editor

The Economist special report sources and acknowledgments


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